Sicher in der Digitalisierung im Alter: Tipps für den sorgenfreien Umgang mit Technik
Technologie für Senioren

Sicher in der Digitalisierung im Alter: Tipps für den sorgenfreien Umgang mit Technik

By clearTime Redaktion • 5. Januar 2023 • 3 Min. Lesezeit

Online-Betrug ist ein ernstes Thema – gerade für ältere Menschen. Schätzungen zufolge war bereits ein erheblicher Teil der Senioren über 65 schon einmal Ziel eines Online-Betrugsversuchs.

Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich das Risiko drastisch senken. Dieser Ratgeber erklärt die häufigsten Betrugsmaschen und wie Sie sich davor schützen können.

Die 5 häufigsten Betrugsmaschen

1. Phishing-E-Mails ("Ihre Bank braucht Ihre Daten")

So funktioniert es: Sie erhalten eine E-Mail, die aussieht wie von Ihrer Bank, Amazon oder PayPal. Sie sollen auf einen Link klicken und Ihre Daten eingeben.

So erkennen Sie es:

  • Ihre Bank fragt NIE per E-Mail nach Passwörtern
  • Fahren Sie mit der Maus über den Absender – steht da wirklich die echte Domain?
  • Rechtschreibfehler sind ein Warnsignal
  • Zeitdruck ("Sofort handeln!") ist immer verdächtig

Was tun: E-Mail löschen. Im Zweifel: Bank direkt anrufen (Nummer aus dem Telefonbuch, nicht aus der E-Mail).

2. Der "Enkel-Trick" – jetzt auch digital

So funktioniert es: WhatsApp-Nachricht: "Hallo Oma, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer. Kannst du mir schnell Geld überweisen?"

So erkennen Sie es:

  • Rufen Sie die alte Nummer an
  • Fragen Sie etwas, das nur der echte Enkel wissen kann
  • Kein echter Enkel wird sauer, wenn Sie nachprüfen
Die größte Sicherheit im Netz ist ein gesundes Misstrauen. Nicht Angst – Misstrauen. Wenn etwas komisch klingt, ist es wahrscheinlich komisch. Im Zweifel lieber einmal mehr nachfragen.

3. Fake-Shops (günstige Angebote, die nie ankommen)

So funktioniert es: Ein Online-Shop bietet Markenware zum halben Preis. Sie bezahlen – und hören nie wieder etwas.

So erkennen Sie es:

  • Preis zu gut, um wahr zu sein? Ist es wahrscheinlich nicht.
  • Impressum prüfen (fehlt oder ist unvollständig?)
  • Nur Vorkasse möglich? Finger weg.
  • Google-Suche: "[Shopname] Erfahrungen" oder "[Shopname] Betrug"

Sichere Alternativen: Große, bekannte Händler mit Käuferschutz.

4. Tech-Support-Betrug ("Microsoft ruft an")

So funktioniert es: Anruf: "Hier ist Microsoft. Ihr Computer hat einen Virus. Wir müssen per Fernzugriff helfen."

Die Wahrheit: Microsoft ruft niemanden an. Niemals.

Was tun: Auflegen. Sofort. Kein Gespräch, keine Diskussion.

5. Gewinnspiel-Betrug ("Sie haben gewonnen!")

So funktioniert es: Brief oder E-Mail: "Herzlichen Glückwunsch! Um Ihren Gewinn zu erhalten, zahlen Sie nur 50€ Bearbeitungsgebühr."

Die Wahrheit: Echte Gewinne kosten nichts.

Seniorentablet im Einsatz - einfache Bedienung für ältere Menschen Familie nutzt Tablet-App zur Kommunikation mit Senioren

Die 10 goldenen Regeln für sicheres Surfen

Diese Liste können Sie ausdrucken und neben den Computer legen:

  1. Niemals Passwörter per E-Mail oder Telefon weitergeben
  2. Niemals auf Links in unerwarteten E-Mails klicken
  3. Immer die Adresse der Bank selbst eintippen
  4. Immer bei Unsicherheit einen Angehörigen fragen
  5. Niemals per Vorkasse an unbekannte Shops zahlen
  6. Niemals fremde Software installieren, die per Anruf empfohlen wird
  7. Immer sichere Passwörter verwenden
  8. Niemals dasselbe Passwort für mehrere Seiten nutzen
  9. Immer bei "Gewinn"-Nachrichten misstrauisch sein
  10. Im Zweifel: Nichts tun und nachfragen

Sichere Passwörter – so geht's:

Schlecht: 123456, Geburtsdatum, Name des Haustieres

Besser: Ein Satz, den nur Sie kennen, in Kurzform. Zum Beispiel: "MeinHundFriedoIst7JahreAlt!" wird zu "MHFi7Ja!"

Am besten: Ein Passwort-Manager wie Bitwarden (kostenlos) oder 1Password.

Was tun, wenn es passiert ist?

Bei Verdacht auf Betrug:

  1. Sofort: Bank anrufen, ggf. Konto/Karte sperren
  2. Innerhalb 24h: Anzeige bei der Polizei (auch online möglich)
  3. Dann: Passwörter aller betroffenen Konten ändern

Hilfe finden:

Telefonische Beratung:

  • Verbraucherzentrale: 0900-1-775 775 (kostenpflichtig)
  • Polizeiliche Beratung: 0800-1-100 110 (kostenlos)

Online-Ressourcen:

  • www.polizei-beratung.de – Aktuelle Warnungen
  • www.digital-kompass.de – Tipps für Senioren
  • www.verbraucherzentrale.de – Hilfe bei Problemen

Lokale Unterstützung:

  • Volkshochschulen: Kurse "Internet für Einsteiger"
  • Seniorenbüros: Oft kostenlose PC-Sprechstunden
  • Bibliotheken: Häufig kostenlose Internetnutzung und Hilfe
Hinweis zur Erstellung dieses Artikels

Dieser Artikel wurde teilweise mit Hilfe von KI erstellt und kann fehlerhafte Informationen enthalten. Die Inhalte dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzen keine professionelle Beratung. Bei Fragen oder Unstimmigkeiten kontaktieren Sie uns bitte unter [email protected].

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